Konzept für den behutsamen Umbau
eines Gartendenkmals zum
modernen Erholungspark.
2006
Auftraggeber
Stadt Neubrandenburg SIM
Städtisches Immobilienmanagement Neubrandenburg
Projektpartner
A&S Architekten und Stadtplaner,
Neubrandenburg,
Grünspektrum, Heinrich Krebber,
Neubrandenburg
Leistung
Landschaftsplanerisches Gutachten mit objektplanerischen Vertiefungen
Fläche
90 ha
Das Genre des Kulturparks stellt als programmatischer Import aus der Sowjetunion eine Besonderheit dar. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kulturpark der einzige seiner Art – guter Grund für die Unterschutzstellung als Gartendenkmal in den 1980er Jahren.
Gleichzeitig stellt der Park aber die Passage von der historischen Kernstadt Neubrandenburgs zum Tollensesee dar. Dem wird er weder räumlich, noch funktional oder atmosphärisch gerecht. Den See nimmt man nur unmittelbar am See wahr. Der Kulturpark leistet damit kaum Beiträge zur erwünschten touristischen Entwicklung Neubrandenburgs.
Angesichts der sich analysierten Konflikte zwischen Denkmalpflege und verstärkter Erholungsnutzung bei Öffnung der Blicke zum See wurde methodisch ein konzeptioneller Dialog eröffnet:
Das „lebende Denkmal“ und der „Strom der Räume“ bilden zwei thesenhafte Entwicklungsmodelle, die bewusst gegeneinander gestellt werden. Die Extrempositionen kanalisieren die Diskussion und Abwägung von Einzelaspekten in Gesamtvisionen.
Im Ergebnis entsteht ein Konzept, in dem die Indentität des Denkmals gewürdigt wird und gleichzeitig eine ganze Reihe neuer Projekte und Ideen den Park neu beleben können.