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Hafenpark, Frankfurt am Main

Ein moderner, intensiv genutzter Sport- und Spielpark wird mit naturnahen Entwicklungsräumen verwoben. Es entsteht eine atmosphärische und strukturelle Komposition, die dem Park seine Eigenart gibt.

2012

Bauherr

Stadt Frankfurt am Main,
Grünflächenamt

Leistung

Freianlagenplanung
HOAI §38, Lph 2-9,
Tragwerksplanung
HOAI §49, Lph 2-6,

Umsetzung

Bauausführung 2010 - 2013

Bauvolumen

Freianlagenplanung 5,2 Mio. €,

Fläche

4,0 ha

Projektpartner

Götte Landschaftsarchitekten,
Frankfurt am Main,
Ingenieurbüro für Bauwesen
Wetzel & von Seth, Berlin,
Ingenieurbüro Obermeyer,
Potsdam

» You Tube Video
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Einbindung, Gebiet
Mit einer Fläche von ca. 4,0 ha ist der neue Hafenpark wichtiger Bestandteil der Grün- und Flaniermeile entlang des Mainufers im östlichen Anschluss an die Weseler Werft.
Damit wird eines der Frankfurter Markenzeichen, die stadträumliche Hinwendung zum Main weiter fortgesetzt.
Der Hafenpark ist Erholungsraum sowohl für die Bewohner des Ostends als auch für die Besucher des stark genutzten Mainufers.
Mit dem Hafenpark auf dem südlichen Honselldreieck entsteht eine großzügige Übergangszone zum Wasser mit vielfältigen Nutzungsqualitäten.
Der Hafenpark ist Bestandteil des GrünGürtels und trägt als wesentliches Element zum Lückenschluss in der noch fehlenden Verbindung zwischen Ostpark und südlichem Mainufer bei.
Die Planung umfasst den Neubau der Flächen zwischen Eyssenstraße im Norden, Honsellbrücke im Osten, Main mit Kaimauer im Süden und der Deutschherrnbrücke im Westen.
Im Norden des Gebiets zwischen Eyssenstraße und Honsellstraße entsteht ein Skatepark. Im mittleren Teil, dem Sportband, werden Spielfelder, Spielplätze und Fitnessbereiche angesiedelt. Den südlichen Abschluss bildet das Wiesenband mit großzügigen Wiesenflächen auf erhabenen Wiesenschollen, die die Kante und gleichzeitig den Übergang zur großzügigen, befestigten Uferpromenade bilden.


Große Strukturen, Weite Blicke
Die Grobstruktur des Parks ist großmaßstäblich gedacht: Die Blickbeziehung von der Honsellbrücke zur Frankfurter Innenstadt mit ihrer spektakulären Skyline prägen sich in den Entwurf ein, wie auch der Bezug zur Dominanten des EZB-Hochhauses und später dem Hochhaus an der Hafenmole. Die modular arrangierten Großeinheiten der Spielfelder werden zu einem starken Band zusammengebracht, das dieser Grundausrichtung folgt.
Mit dieser primären Setzung entsteht eine Abfolge von Park-Sphären zwischen Eyssenstraße und dem Main:

– dem Skatepark unter Bäumen zwischen Honsellbrücke und
   Eyssenstraße;
– das Sport- und Spielband mit Spielfeldern, Spielplätzen und den
   fassenden Kabinen- und Ballfangmodulen als programmatische
   und räumliche Parkdominante;
– dem weitgehend offenen Wiesenplateau mit schollenartigen 
   Entwicklungsflächen für wilde Wiesen;
– und dem Uferbereich selbst mit seinem Promenadenprofil


Skatepark
Der Skatepark stellt sich als durchgängige, leicht modellierte Bewegungslandschaft mit polsterartigen grünen Intarsien dar. Durch die amorphen Grundstrukturen entstehen vielfältige, fließende Räume, die eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten anbieten. Die organisch geformte Bowl bindet sich gut in diese Struktur ein.
In den Buchten und Nebenräumen bieten sich zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten für kleinere Patterns und Angebote. Die zentralen Pflanzpolster sind mit umlaufenden Bänken versehen, die Bepflanzung sieht eine abwechlungsreiche Struktur aus Rasenflächen sowie Strauch- und Gräserpflanzungen vor. Im Schatten der Schnurbäume entsteht so der „concrete jungle“. Die Entwurfsfortschreibung erfolgt mit den Nutzern in einem Workshopverfahren.


Sportband
Das Sportband ist eingespannt zwischen Promenadenwegen aus Asphalt und wassergebundener Decke und stellt sich als Sequenz von Kleinspielfeldern und Spiel-/ Fitnessangeboten für alle Altersklassen dar. Die Kleinspielfelder mit Kunststoffbelag sind Bolzplatz, Multifunktionsfeld und Basketballfeld. Das Sportband beherbergt zudem einen Kleinkindspielplatz und einen Jugendspielplatz sowie zwei Fitnessbereiche mit den Schwerpunkten Mehrgenerationen- und Seniorenfitness. Die Schaukeln im Wiesenfenster werden  zum Main hin ausgerichtet.
Die Angebote werden von einem grünen Chassis aus geschnittenen Heckenpflanzungen mit integrierten Gräserpflanzungen gesäumt. Der modulartige, charaktergebende Ballfangzaun wird um Kabinenelemente erweitert, die den Bezug zwischen Park und Sportfeldern herstellen und vielfältige Nutzungen bergen. Ballfangzaun und Kabinen werden mit einem Passepartout aus Basaltpflaster versehen. Das Pflaster dient als Schwellen- und Funktionselement, in dem die Zaunpfosten, Fahrradständer und Versorgungseinrichtungen platziert werden.


Wiesenband
Aus einer durchgängigen Rasenebene erheben sich schollenartige Plateaus, die in Teilen extensiv gepflegt werden. Die Säume, Böschungen und Zwischenräume werden als strapazierfähige Rasenflächen ausgebildet, die das freie Spielen und Begehen erlauben. Die Plateaus wachsen in Nord-Südrichtung von ca. 0,00 m auf 0,90 m in der Höhe an und werden jeweils an westlicher und östlicher Seite von Natursteinmauern aus Basalt gefasst. An der Südseite werden die Palateaus zum Main gerichtet abgeböscht.
In den Wiesenlichtungen, unter schattenspendenden, weiß- und rosablühenden Kirschbäumen entstehen eine Vielzahl attraktiver Picknick-Orte, in die teilweise Spielstationen eingefügt werden. Die Spielstationen werden mit klassischen Spielgeräten wie Rutsche, Wippe, Schaukel und Trampolin bestückt und bilden damit eine Abwechslung zu den individuell gestalteten Spielplätzen im Sportband.
Die mainseitigen Plateauböschungen sind der Übergang zur Uferpromenade und fassen diesen Raum.
Die Uferpromenade ist zurückhaltend gestaltet. Der Star ist der Fluss. An den sanierten Kaimauerkopf schließt eine 6 m breite Asphaltfläche an. Zwischen Mauerkopf und Asphalt wird ein 40 cm breiter Streifen aus Basaltkleinsteinpflaster eingefügt, in dem ein einfaches Stahlgeländer integriert ist. Die Promenade ist damit bis an die Wasserkante nutzbar.
In das nördlich am Asphalt anliegende, ergänzende Band aus wassergebundener Decke werden die mainufertypischen Kastenplatanen uferbegleitend  platziert und die weitere Ausstattung wie Bänke, Fahhradständer und Leuchten untergebracht.
Die Promenade endet am Honsellplatz.


Bauabschnitte
Der Park wird in den folgenden Bauabschnitten erstellt:
1. BA: Sportband
2. BA: Skatepark
3. BA: Wiesenband/ Uferpromenade
4. BA: Honsellplatz