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Masterplan für die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Berlin (PTB)

Erarbeitung einer konzeptionellen und städtebaulichen Entwicklungsvariante zur Umsetzung in einen Masterplan für die Liegenschaft der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt

2009

Verfahren

Beschränkter Wettbewerb als Gutachterverfahren

Preis

1. Preis

Auslober

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Projektpartner

kleyer.koblitz.architekten, Berlin

100-38_Wett_PTB_01

Aus der Villa im verwunschenen Park wird ein klar kommunizierbarer „Forschungsorganismus“ mit langen, historischen Wurzeln. Der Hauptzugang liegt künftig an der Marchstraße, die Blicke durch den Vegetationsbestand werden geöffnet.
Zwei geschwisterartige Neubauten an den Grundstücksecken ergänzen
das historische Observatorium zum imagebildenden Ensemble und stellen auch funktional die öffentliche Oberfläche des Instituts dar: Als Empfangs- und Bibliotheksgebäude im Nordosten, als Seminargebäude mit Cafeteria im Südwesten.Ausgehend von der neuen Eröffnung an der Marchstraße verklammern zwei kräftige durchgängige Erschließungsachsen das Institutsgelände über die Abbestraße hinweg.

Der Campus erhält ein klares und höchst durchlässiges internes Fußwegesystem. Die Fahrverkehre mit Liefer- und Besucherverkehr sind dabei komprimiert auf die nördliche Achse beschränkt. Die Stellplatzflächen werden an der Abbestraße gebündelt. Die Entwicklungsachsen gliedern das Gelände in einen großzügigen Kernbereich und feine strukturierte Schalen.

Forschungsplatine versus Parklandschaft
Der Park des Stammgeländes wird als Qualität und als erkennbare Besonderheit der Institution PTB herausgearbeitet. Die bauliche Entwicklung ist hier zurückgenommen. Die Dualität von Stammgelände und Erweiterung wird in der baulichen Entleerung und Verdichtung damit weiter gesteigert: Im Süd-Osten der Park mit Solitären, im Nordwesten die hoch komprimierte Forschungsplatine.