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Hafenpark Frankfurt am Main

Das Erleben von Stadtnatur und hochintensives Spiel fügen sich vor der großartigen Kulisse des Main in ein spannendes Verhältnis.

2010

Verfahren

Einstufiger nichtoffener
Wettbewerb

Preis

1. Preis

Auslober

Stadt Frankfurt am Main

100-51_ffm_01

Raum für urbane Echsen:
Das Erleben von Stadtnatur und hochintensives Spiel fügen sich vor der großartigen Kulisse des
Main ein spannendes Verhältnis.

Parkdialektik : Skatelandschaft und Mauereidechse? Der vorgelegte Entwurf reflektiert, wie ein moderner, intensiv genutzter Sport- und Spielpark mit naturnahen Entwicklungs­räumen verwoben werden kann. Aus diesen scheinbaren Gegensätzen von quirliger Aktivität und ruhigem Raum, Funsport und Naturerleben entsteht eine atmo­sphärische und strukturelle Komposition die dem Park seine Eigenart geben.

Die Grobstruktur des Parks ist großmaßstäbig gedacht: Die Blickbeziehung von der Honsellbrücke zur Frankfurter Innenstadt mit ihrer spektakulären Skyline prägen sich in den Entwurf ein, wie auch der Bezug zur Dominanten des EZB-Hochhauses und später dem Hochhaus an der Hafenmole. Die modular arrangierbaren Groß­einheiten der Spielfelder werden zu einem starken Band zusammengebracht, das dieser Grundausrichtung folgt.

Die Parksphären

Skatepark: Der Skatepark stellt sich als durchgängige, leicht modellierte Bewegungslandschaft mit polsterartigen grünen Intarsien dar. Die zentralen Pflanzpolster sind mit umlaufenden Bänken (Beton mit Kunststoff­­auflage) versehen, die Blicke auf alle Highligts ermöglichen. Ungewöhnlich ist die dichte pflanzliche Bestückung der Inseln. Im Schatten der 60 Schnurbäume entsteht so tatsächlich ein „concrete jungle“.

Spielspur und Treillagen: Die Spielspur ist eingespannt zwischen Promenadenwegen und stellt sich als Sequenz von Kunststoffflächen für die Basketballfelder, das Multifunktions­spielfeld und den Bolzplatz dar. Die Zuschnitte der Flächen korrespon­dieren mit den Figuren der Wiesenplateaus am Main. Die Spielplätze sind keine „phantasy-Orte“ sonder haben eine eher „sportive“ Anmutung.  Es entstehen spannende Beziehungen zwischen den Mannschaftssportflächen und den Spiel­angeboten für den Einzelnen.

Die „Parktreillage“ stellen eine Art nutzbares Chassis für die Sportflächen dar. Anstelle der üblichen Ballfangzäune werden an den Langseiten lamellenartige Holzvorhänge gestellt. Die Konstruktion ist zweischalig gedacht, und umfasst so immer wieder 2m breite Räume, die sich dem Wiesenplateau oder den Spielfelder zuwenden. +

Wiesenplateaus: Die Wiesenplateaus bilden den halboffenen Rückraum für den Main und sind Picknick-Area und Raum für Ausgleichsflächen in einem. Aus einer duchgängigen, leicht abgesenkten Rasenebene erheben sich schollenartige Plateaus,  die mit jeweils verschiedenen Böden und Substraten aus den Ausgleichsräumen angelegt sind. Auf den Schollen wachsen den Substraten angepasste Wiesentypen unterschiedlicher Zusammensetzung, die extensiv gepflegt werden.

Die Plateaus werden in Nord-Südrichtung mit Mäuerchen aus geschichtetem Platten­bruchmaterial (Sandstein) gefasst und wachsen von West nach Ost von 20 auf 80 cm in der Höhe an. Zwischen den Mauern, sowie unter den sparsam ge­setzten Friesia-Robinien entsteht eine Vielzahl attraktiver Picknick-Orte am Wiesenrand. Und ein Paradies für Mauereidechsen.

Uferpromenade: Die Uferpromenade ist zurückhaltend gestaltet. Der Star ist der Fluss. Wesentliche Gliederungselemente der bestehenden Promenadenabschnitte werden aufgenommen. Wie in den anderen Parkbereichen wird ein lichter Baum mit gefiedertem Laub vorgeschlagen: Die Amerikanische Esche.